Low Code für den Fachbereich – KNIME Analytics Platform
Daten sind im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz wichtiger denn je, doch bleiben sie im Fachbereich oft ungenutzt weil die entsprechenden IT-Kenntnisse fehlen. Über Low Code Tools wie die KNIME Analytics Platform können völlig ohne Programmierkenntnisse Informationen in Form von Excel-Dateien verarbeitet und analysiert werden. Durch eine intuitive Drag-and-Drop Oberfläche können ganz einfach Datenpipelines gebaut und Analysen automatisiert werden.
Die Datenlücke: Wenn Domänenwissen an technische Grenzen stößt
In der Theorie ist es einfach. Wir leben im Zeitalter von Big Data und jedes Unternehmen möchte datengetrieben arbeiten. Doch in der Praxis ist oft eine gewaltige Lücke zwischen den Kennzahlen, die im Fachbereich vorhanden sind und denen, die tatsächlich benutzt werden.
Oft stehen auf der Seite der Daten die Experten der Fachbereiche. Sie kennen die Prozesse, wissen welche Zahlen wirklich relevant sind und haben das notwendige Fingerspitzengefühl für die Interpretation der Ergebnisse. Auf der anderen Seite stehen die Data Scientists in der IT-Abteilung. Sie haben die besten Werkzeuge um effizient und gezielt Erkenntnisse zu gewinnen und Informationen weiterzuverarbeiten.
Das Problem: Data Scientists haben oft kein tieferes Verständnis der Informationen. Zusätzlich muss man langwierig Tickets schreiben und auf Ergebnisse warten. Das verzögert Datenanalysen, die eigentlich völlig unkompliziert wären, und führt im schlimmsten Fall zu Fehlentscheidungen, weil relevante Daten zum entscheidenden Zeitpunkt nicht auf dem Tisch liegen.
Die Excel-Falle: Ein instabiles Kartenhaus
Um diese Wartezeiten zu überbrücken wird im Fachbereich oft auf Excel zurückgegriffen. Was als einfacher Bericht beginnt, mutiert oft zu riesigen Excel-Dateien mit mehreren Tabellen und unzähligen Makros. Solche Konstrukte sind meist fehleranfällig und unübersichtlich. Zusätzlich läuft man oft in Sackgassen, aus denen man mit Excel allein einfach nicht mehr herauskommt. Als Bonus müssen die Daten dann auch noch jede Woche neu in die Excel kopiert werden, um auch alles auf dem aktuellen Stand zu halten.
Die Lösung: KNIME als Brücke zwischen Fachwissen und Data Science
KNIME ermöglicht es Fachbereichen, teils komplexe Datenprojekte selbstständig umzusetzen, ohne das Programmiersprachen wie Python oder R erforderlich wären. Einmal gebaut können Workflows in KNIME einfach immer wieder „abgespielt“ werden.
Was KNIME so besonders macht ist die Visualisierung. In KNIME werden aus „Nodes“ (Knoten) eigene Pipelines gebaut. Jeder Knoten kann hierbei unterschiedliche Aufgaben ausführen. Beispiele wären Daten einlesen, Zeilen filtern, Spalten addieren oder Diagramme erstellen. Die Knoten werden per Drag-and-Drop auf eine Arbeitsfläche gezogen und dort verbunden. Der große Vorteil: Man sieht auf einen Blick wie die Kennzahlen verarbeitet werden und kann jederzeit an jeder Stelle Änderungen vornehmen. Es entsteht keine „Blackbox“, in die stundenlanges Einlesen notwendig ist.
Aber KNIME ist nicht nur ein Einstiegstool in die Datenanalyse für einfachste Pipelines. Die Plattform bietet eine enorme Bandbreite. Egal ob SQL-Datenbanken, Cloud-Speicher oder SAP-Daten, mit KNIME kann darauf zugegriffen werden. Wo Excel oft bei einer Million Zeilen aufhört, fängt KNIME erst so richtig an. Skalierbarkeit ist hier keinerlei Problem. Aber auch KI-Modelle können über die Plattform angebunden werden. Die Möglichkeiten sind riesig.
Fazit: Die Macht der Logik nutzen
Der Fachbereich muss nicht länger am Spielfeldrand der Digitalisierung stehen und auf IT-Ressourcen warten. KNIME gibt den Experten die Werkzeuge an die Hand, um ihr wertvolles Domänenwissen direkt in digitale Lösungen zu verwandeln. Wer heute den ersten Schritt wagt und den ersten Knoten verbindet, wird morgen feststellen: Die Macht über die Daten liegt nicht im Code, sondern in der Logik, und die beherrschen Sie bereits.



